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Es war ein Mädchen. Ihre Vergangenheit war schrecklich. Wie oft musste sie mit dem Verlust anderer Menschen klar kommen. Schon als sie 6 war konnte sie ihren Vater nicht mehr regelmäßig sehen, da ihre Eltern sich trennten. Wie viele Tränen hatte Sie deswegen vergossen... Doch das Leben ging weiter. Sie lachte wieder, war wieder fröhlich gewesen.
Doch dann, der nächste Schlag kam. 5 Jahre später. Der wertvollste Mensch, der immer für Sie da war, mit dem Sie immer reden konnte wenn es ihr schlecht ging, starb. Ihre Mutter. Immer wieder fragte Sie sich 'Warum Sie?Warum nur?' Sie erinnert sich heute noch gut an den Tag:
Morgens kam ein Anruf, nachdem man ihre Mutter am vorrigen Tag endlich, unter all den Schmerzen, in ein Krankenhaus brachte. Der damalige Freund ihrer Mutter ging ans Telefon. Er ließ sich nichts anmerken. Sagte nur er müsse kurz in das Krankenhaus fahren. Warum hatte er damals nicht gesagt was los ist? Das er ins Krankenhaus ging weil es der Mutter so schlecht ging? Wollte er sie und ihre Geschwister schützen? Aber hätten sie nicht auch Recht dadrauf gehabt zu wissen wie es um ihre Mama stand? Warum tat er so als wär alles in Ordnung und schickte sie und ihre Geschwister in die Schule? Aber Sie gingen in die Schule, wie jeden Morgen auch. Dachten alles sei ganz normal. Dachten sich nichts dabei.
Und dann, während der letzten Stunde sah sie ihren Vater und ihren Bruder,der 2 jahre älter war als sie, draußen am Fenster vorbei laufen. Sie freute sich, denn schließlich hatten Sie sie noch nie von der Schule abgeholt. Sie dachte heute wär ein besonderer Tag, es gäbe eine schöne Überraschung. Als es klingelte lief sie ganz schnell raus zu ihren Vater. Erst jetzt sah sie das ihre Tante auch dabei war. Schön, noch mehr Leute die sie abholten. Man konnte die Fröhlichkeit richtig in Ihrem Gesicht ablesen. Sie sah ihrem Bruder lächelnd an, als er sich umdrehte mit Tränen in den Augen wusste sie, dass etwas nicht stimmt. Ihr Vater nahm sie in die Arme und sagte, mit kurzen und knappen Worten 'Mama ist tot'.Schock. Es war eine Überraschung, aber keine schöne, so wie sie es sich vorgestellt hatte. Wie konnten 3 Wörter ihr ganzes Leben so verändern? Wie konnten 3 einzige Worte so weh tun? Sie liefen zum Auto, stiegen ein. Sie nahm die Umwelt, die ganzen Leute um sie herum, gar nicht wirklich war. Die Tränen hörten gar nicht auf über ihr Gesicht zu kullern. Sie weinte. Sie konnte und wollte es einfach nicht verstehen! Mama, ihre Mama, wird NIE mehr zurück kommen! NEIN! Das geht doch nicht! Oder doch? Sie brauchte sie doch so! Als sie zu Hause ankamen ging Sie direkt in ihr Zimmer und schloss sich ein. Sie wollte dort nicht mehr hinaus. Nie wieder. Sie wünschte sich so, dass die Tür auf geht und Ihre Mutter in ihrem zimmer steht, sie weckt und sagt 'Schätzchen wach auf, du hast böse geträumt.' So wie sie es früher als sie noch klein war auch immer gemacht hat. Aber nein, dieses passiert nicht, dass wusste sie, nur wahrhaben wollte sie es nicht. Die folgenden Tage waren schrecklich. Immer wieder weinte sie, ging raus, guckte auf die Straße und wartete dort bis Abends. Sie wartete dort auf ihre Mutter. Sie wollte die erste sein, die ihre Mutter sieht und in die Arme schließen kann. Und dann hinein gehen und mit Stolz sagen 'Ha! Guckt ! ich hab doch gesagt Sie kommt wieder! '
Aber nein, dieses passierte nie....
So musste sie versuchen mit dem Schmerz und der Trauer alleine fertig zu werden. Doch dieses schaffte sie nie. Die Messe und die Beerdigung waren der Horror. Überall Tränen, überall weinende Menschen. Und sie mitten drin. Und immer wieder die gleichen Fragen 'Warum? Warum Sie? Wer entscheidet das? Sie war doch noch so jung, grade mal 37 Jahre alt! Warum?' Doch hierdrauf wird das Mädchen wohl nie eine Antwort kriegen. Doch sie wusste, dass sie mit diesem Schmerz weiter leben musste. Schließlich konnte sie ihren Geschwistern nicht noch einen Verlust antun. Und außerdem wurde sie gebraucht, dass dachte sie jedenfalls.
Vor ca. 2 Jahren dann kam der nächste 'Schlag'. Ihre Oma starb. Ihr gings schon sehr lange sehr schlecht und man wusste, dass dieses bald passieren würde. Dennoch traf es das Mädchen ganz schön. Denn die ganze Trauer, von dem Tod der Mutter, den sie die 3 Jahre versuchte zu 'verdrängen', kam wieder hoch. All die Erinnerungen. Daraufhin folgten wieder die ganzen Schlaflosen Nächte, die unzähligen Tränen die sie jeden Abend weinte, und die Angst. Die Angst vor der Nacht. Dann das ganze Spiel zum zweiten mal: Die Messe, die Beerdigung und das anschließende 'Kaffe-Trinken'. Dennoch ging das Leben weiter. Aber sie hasste ihr Leben. Sie mochte es nicht mehr. Seit dem Tag an dem der Anruf kam...! Warum muss man eigentlich Leben, wenn man lebt um zu Sterben? Wenn man doch gleich sterben würde, dann müsste man all das schreckliche im Leben nicht erfahren. Und das Gute? Davon gibt es im Leben des Mädchens nicht sehr viel. Und für dieses würde es sich nicht lohnen zu Leben. Und mit diesen Gedanken versuchte sie damals ihr Leben auszulöschen. Dennoch gelang es dem Mädchen nicht. Sie war noch zu dumm, zu unerfahren in diesen Sachen. Niemand hat je etwas von diesem Versuch mitgekriegt.
Ab da ging ihr Leben wieder ein wenig Bergauf. Sie war ein glückliches Mädchen. Zumindest nach außen hin. Jeden Morgen setzte sie ihre Maske auf und erst Abends als sie im Bett lag, setzte sie sie wieder ab. Und dann jeden Abend aufs Neue das gleiche Spiel. Die Ängste, die Vorwürfe, und die Schreie. Die Schreie, die ihre Mutter vor Schmerzen schrie als sie noch täglich nach Hause zurück kam. Ja, diese Schreie hörte sie...jeden Abend.
Dennoch 'lebte' sie so weiter. Sie gewöhnte sich an dieses 'Leben'. Doch dann,wie konnte es auch anders sein,starb der nächste. Diesmal starb ihr Onkel. Nach außen hin tat sie so als würde es ihr nicht so schwer fallen...doch innerlich zerbrach sie an den Schmerz und den Gedanke noch jemanden in ihrem Leben verloren zu haben. Auch wenn sie mit ihm nicht soviel zu tun hatte.
Irgendwo in den darauf folgenden Tagen las sie diesen Satz :' Immer wenn ich denke ich bin ganz unten angelangt, kommt jemand und leiht mir eine Schaufel.' Das Mädchen dachte lange über diesen Satz nach...und ja, sie stellte fest, dass der Satz sehr gut passte. Jeden Abend überlegte sie, zwischen all den Tränen die sie weinte, was sie falsch mache. Warum sie bestraft werde, immer wieder. Ist das alles Zufall? Oder ist da Oben doch irgendwer der das alles bestimmt? Wenn ja, warum ließ er es zu, dass immer wieder Menschen aus ihrem Leben verschwinden? Und dann auch noch welche die sie so sehr mochte... Sie verstand es nicht.
Ihr 'Leben' ging wieder bergab. Sie begann zu ritzen. Erst ganz harmlos, doch dann immer stärker. Oft dachte das Mädchen über den Grund des ritzens nach. Ob das nur ihre Vergangenheit ist oder auch die Gegenwart, ihre 'kleinen' Probleme, wie die Freundin mit Magersucht,...ja..auch deshalb weinte sie oft nächtelang. Doch der größte Schmerz wird immer der Verlust ihrer Mutter bleiben.


Jo..dass schrieb ich vor ungefähr 7 Jahren..mitlerweile kam viel dazu... 'Liebe'..wer weiß wie schmerzhaft sie sein kann..weiß wie man sich fühlt..


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ein weiterer Text, den meine Schwester mal zu diesem Thema verfasste [ ihrer ist sicher besser gelungen ] :

Tagebuch Samstag 16 April 2005
14 .20Uhr-14.46 Uhr
Liebes Tagebuch!
Wie gehts?Mir nicht so toll...
Ich vermisse meine Mum voll!
Ich glaube alle denken das ich das schon ziemlich gut überwunden haben doch erlich gesagt,
Habe ich es auf garkeinen fall!
Oft Abends liege ich in meinem Bett und hoffe jedesmal wieder,
dass sie jetzt einfach durch die Tür kommt,
um mir gute nacht zu sagen.
Doch leider geschiet das nie!
Jedes mal wieder muss ich dann mit den alten gedanken in meinem Kopff einschlafen,
mit den vielen Tränen in den Augen
und mit meiner Wut.
Mit der Wut auf mich selbst...ich hätte doch wenigstens die letzte Zeit wo sie so Krank war bei ihr bleiben können...ihr helfen...mich um sie kümmern können.
Aber nein Madamme musste mal wieder raus sich mit ihrer damaligen besten Freundin Alia treffen...
und dann plötzlich Stand der Krankenwagen vor unsere Tür..
mein Herz ist fast stehen geblieben =(
Ich konnte mich noch nicht einmal von ihr verabschieden!
Als sie dann 2 Tage im krankenhaus lag..wurde meine Lehrerin aufeinmal aus unsere Klasse gerufen...
im Nachhinein wird mir alles ganz klar, mir schwirren die Bilder schon wieder durch den Kopf!
Sie wurde raus gerufen, weil meine Mum gestorben war ..!
Als meine Lehrerin dann wieder in die Klasse kam..hat sie mich schon so mitleidig angeguckt... .
Nach der Schule wurde ich dann von Alia's Mum mit Alia abgeholt...
Ich sah auf unsere Straße schon ein paar Autos vor der Tür stehen ich habe mir aber da nichts bei gedacht und habe noch etwas mit Alia zu Mittag gegessen..
Als ich dann rüber gegangen bin, um Mirco ,unseren Hund, zu holen kam mir mein Vater schon entgegen voll am heulen usw.
er hat mir dann gesagt was passiert ist.
Ich konnte und wollte es einfach nicht glauben..die Welt ist für mich zusammen gebrochen!
Ich kann es jetzt immer noch nicht verstehen..wieso grade sie?!wieso!?
Sie war doch erst 38 =( hatte ihr halbes Leben noch vor sich...
Sie war doch die beste Mum der Welt und sie hat uns einfach alleine gelassen
Wieso hat sie mich nicht mirgenommen?
Ich wünschte es mir so sehr..
wenn ich sie doch nur noch einmal sehen könnte,ihren duft riechen könnte, ihre lache höre, sie einmal in den Arm neben könnte um ihr sagen könnte wie sehr ich sie vermisse und wie sehr ich sie lieb hab, wie viele Tränen ich schon für sie vergossen habe, wie oft ich schon nicht schlafen konnte weil mir alte gedanken durch den Kopf schwirrten usw..
Ich werde sie nie vergessen sie ist im meinen Herzen und wird es auch imemr bleiben!
Wie sehr ich mir wünsche das die Zeit nicht einfach zurück gedreht wird und das ich alles besser mache!
Wären wir Kinder men nicht so stressig gewesen das sie nicht geraucht hätte,nicht so viel gearbeitet hätte und sich einfach mal aufs Sofa legen konnte ohne das wir Kinder uns schon wieder gestritten hatten.
Ich wünschte mir so sehr sie würde jetzt durch die Tür kommen, mich in den Armen nehmen, mich trösten würde und sagen würde: ,,Ich lass dich nie wieder alleine!"
Jedes mal wenn ich dieses Problem habe muss ich damit alleine fertig werden!
Mit Papa kann ich darüber nicht reden ich weiß auch nicht wieso aber er kümmert sich ja sowieso kaum um uns...
deswegen ist Marcel ja schließlich auch ausgezogen!
Und Lena...Lena hat sowieso besseres zu tun als mich anzuhören, mir zuzuhören wie es mir geht, was ich denke und was ich fühle!
Sie hat selbst genug damit zu kämpfen, glaube ich!
Wie oft ich mir schon stundenlang ihr Bild angeguckt habe versucht mit ihr zu reden...nie kam eine Antwort wie denn auch es ist ja schließlich nur ein Foto!!
Aber ein schönes, eins wo sie so glücklich aussieht, ob sie das überhaupt auch war?
War sie glücklich Mit mir?War sie glücklich mit uns?
Was würde ich nur dafür tun...wenn sie mir auch nur diese Frage beantworten könnte.
Wenn ich wissen könnte ob sie Glücklich war!
Ob sie lieber noch bei uns geblieben wäre...
oder ob sie froh war von uns zu gehen!
Ich vermisse sie doch so sehr :'(
Ich kann so nicht mehr Leben! Dazu habe ich einfach keine Lust mehr...
doch alle denken wenn ich einmal lache das ich Glücklich bin, doch hinter meinem lachen steckt: Trauer,Entteuschung,Hass!!
Diese 5 Jahre wo sie schon weg ist, warn die schrecklichsten 5 Jahre in meinem Leben...!
Jeden Feiertag,jeden Geburtstag und was weiß ich noch nicht alles...jedes mal wünschte ich mir sie würde auch kommen...das wär das größte Geschenk meines Lebens ich würde dafür alles tun wenn das nur möglich wäre...
Auch wenn ich sie nur 5 minuten sehen könnte...
es wird nie Passieren!
Ich muss mich also weiter hin den rest meines lebens damit trösten, dass es ihr hoffentlich da oben gut geht!
Das sie uns hoffentlich nie vergessen wird.
Das sie runter guckt und uns beschützt!
Das sie mir das nicht übel nimmt,dass ich zum schluss so wenig für sie da war!
Das sie hoffentlich eine schöne Zeit mit uns hatte!
Das sie uns geliebt hat!
Das sie glücklich und zufrieden war!
Das sie gerne noch ein bisschen Zeit länger gehabt hätte mit uns!
Das sie zum schluss gekämpft hat ums überleben,der tot aber einfach stärker war und sie besiegt hat... :'(
Mit diesen Gedanken gehe ich fast jeden abend zu Bett...
Ich hoffe ich werde nie wieder jemanden verlieren den ich so geliebt habe wie sie!
Es gibt niemand den ich so geliebt habe wie sie!
Sie war/ist die beste Person in meinem Leben die ich kennen gelernt habe,geliebt habe und mit der ich so viel Höhen und Tiefen durchgemacht habe!
Ich Liebe und vermisse sie vom ganzen Herzen...!
Wenn sie diesen Text nur lesen könnte ,wenn sie nur wüsste was ich Denke...ich glaube sie würde alles dafür geben noch mal zurück auf die Erde zukommen und mich zu trösten! Naja ich hoffe es aufjedenfall...!

Ich muss jetzt Duschen...fahre gleich noch weg...

In Gedanken an die Beste Mutter der Welt!
In Liebe Deine Jana :'(








Wie ihr vielleicht auch merkt, sind die Texte teilweise in den Fakten unterschiedlich..ich denke das liegt daran, dass wir damals so jung waren [ ich 11 sie 9 ] und uns nicht mehr ganz daran erinnern können. Und da dieses Thema hier in der Familie NIE angesprochen wurde, trauen wir uns auch nicht, zumindest ich, bei ihr weiß ichs nicht, es anzusprechen. Ich denke aber bei Jana ist es genauso, da sie da sicher auch mal drüber sprechen möchte, um alles genau zu wissen..





Jo, das ist sie. Grimmiger Blick, da sie Fotos nie leiden konnte
Mal gucken, vielleicht finde ich ja noch eins, wo sie drauf lächelt..

Mama? Ich, und auch Jana, wir vermissen Dich so..