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Ich began vor ungefähr 1 3/4 Jahr, mich selber zu verletzen.
Erst nur mit scharfen Messern, irgendwann dann fing ich an mir mit Rasierklingen die Haut aufzuritzen.
Erst tat ich es nur an den Armen, dann Bauch..und mitlerweile aber nur noch an den Beinen.

Die Gründe, dass ich anfing zu ritzen, könnt ihr unter 'mein Leben' nachlesen.

Und nein, ich bereue es nicht. Keinen einzigen Schnitt. Das einzigste was ich vielleicht 'bereue' sind die Schnitte an den Armen, da ich so, auch im Sommer, nie mit T-Shirt rumlaufen kann. Da ich meine Narben nicht zeige..aus Angst. - Vor eurer Reaktion. Ihr würdet mich ausgrenzen..auslachen.. und als 'Psycho' hinstellen. Das würde ich nicht verkraften, in dieser arroganten Welt, wo jeder nur noch an sich selbst denkt.

Ich weiß, ihr könnt es nicht verstehen, dass ich mich ritze.
Denn ihr wisst auch nicht, wie es ist, wenn man nur noch sterben möchte, sich so leer fühlt, vergessen, weil nie einer für einen da ist, wenn man ihn wirklich brauch. Aber das nehme ich euch nicht übel, denn ihr wisst ja auch von nichts.

Aber wisst ihr, wenn ich mich selbst verletze, das tut nicht weh, es hilft mir immer sehr mit Problemen fertig zu werden.
Danach fühl ich mich so erleichtert..
Oft ritze ich auch, um einfach zu sehen, dass ich noch lebe & fühlen kann..




Es macht mir eigentlich keine Freude,
in meine eigene Haut zu schneiden,
rote Tränen zu beobachten,
die einen kleinen Rinnsal bildend mich verlassen.
Die einzige Möglichkeit mich an mir zu rächen,
zu sühnen für das was ich sprach und tat.
Ohne bewusst gehandelt zu haben.
Es kommt mir vor, als hätte ich nie gelacht
nie geweint,
gelacht geweint.

[Goethes Erbe- rote Tränen]




Wenn man mir am Anfang gesagt hätte 'tu es nie wieder, nacher kommst du nicht mehr ohne Hilfe davon los' ich hätte es nicht gelgaubt...seit ungefähr 'nem halben Jahr, weiß ich jedoch, dass es so ist. Immer wieder sagte ich mir 'Hab keine Angst, du kannst ganz leicht wieder damit aufhören'. Und ja, dass habe ich wirklich geglaubt..einfach aufhören können. Oh ja..dass ist das was ich mir jetzt so sehr wünsche..aber jetzt weiß ich, dass ich es nicht mehr ohne professionelle Hilfe schaffen kann. Aber ich kann keine Hilfe annehmen. Was denken dann die anderen? Mein Vater? Meine Freunde? Das geht nicht..ich kann mich nicht outen. Ich kann nicht einfach zu meinem Vater hingehen und sagen 'Hör zu. Ich ritze. Ich möchte Hilfe' NEIN..man..das kann ich nicht...

Ja..so rutschte ich also in den verdammten Teufelskreis hinein..




I do what I hated
and made it a part of me...
It never goes away...
It never goes away!!!






Ihr frag uns immer Warum ???
Warum verletzt du Dich selbst?
Warum kannst du dich nicht irgendwie anders abregen?
Warum redest du nicht einfach mit jemandem, wenns Dir schlecht geht?
Gut, vielleicht sind diese Fragen ja alle berechtigt, aber habt ihr euch nie gefragt, was wir uns alles fragen? Bzw. was wir EUCH gerne fragen würden??
Warum schaut ihr uns auf einmal so komisch an, seitdem ihr es wisst?
Warum wollt ihr uns ständig eure Hilfe anbieten, obwohl wir sie (momentan) vielleicht gar nicht wollen?
Warum fragt ihr uns ständig, ob uns nicht heiß ist, wenn wir im Sommer langärmlig rumlaufen?
Warum sagt ihr wir wollen nur Mitleid, Aufmerksamkeit oder sonst was??
Warum haltet ihr uns für verrückt????
Warum könnt ihr mit uns nicht so umgehen, wir mit allen anderen auch?
Warum vertraut ihr uns nicht, und fangt an uns zu kontrollieren?
Warum akzeptiert ihr nicht einfach, dass DAS unsere Art ist, mit unseren Problemen fertig zu werden?
So viele Leute haben mich gefragt
Warum??
Und nicht einmal konnte ich es beantworten. Ich wusste nicht was ich sagen sollte.
Hätte ich sagen sollen ich schneide in meine eigene Haut, um mir selbst zu beweisen das ich noch am Leben bin??
Hätte ich sagen sollen ich ritze mir meine Arme auf, weil der Schmerz so gut tut??
Hätte ich sagen sollen ich verletze doch nur die Hülle, um in Wahrheit mein Innerstes zu töten??
Nein.
Sie hätten es nicht verstanden.
Warum sollte ich also reden?









Alles was ich von euch brauche, ist das ihr mich ab und zu in den Arm nehmt und für mich da seid, wenn ihr merkt das ich jemanden brauche und reden möchte. Mehr nicht.
Verlangt nicht von mir, dass ich es euch erkläre, wenn ich lieber nicht darüber reden möchte.
Und bitte schreit mich nicht an, das macht doch alles nur noch schlimmer.
Versucht nicht krampfhaft mich zu verstehen, wenn ihr es doch nicht könnt und wollt.
Seid nicht böse auf mich, denn glaubt mir, ich wollte >mich< verletzen, niemals >euchNehmt mich einfach nur in den Arm und gebt mir das Gefühl das ich nicht allein bin.
Denn das ist das was mir am meisten fehlt...



Lächle,gleich ist es soweit
Nur schnell nach Hause ins Zimmer
Da liegt sie auf dem tisch,glänzend
Meine Maske fällt ab
Das Lächeln verschwindet
Wie in Trance greift meine Hand nach der Klinge
Nun wird der Körper büßen
für die Worte die so weh tun
Sanft und glatt gleitet sie
über meinen Arm
Warmes rotes blut verläuft über weiße nackte Haut
Wieder und Wieder
bis der schmerz aufhört...





Eigentlich will ich mich ja nicht mehr ritzen..die Narben- sie sind einfach nicht schön. Aber sie gehören zu mir..und wer mich akzeptiert muss die halt auch akzeptieren.
Aber andereseits kann ich nicht aufhören, da ist dieser Drang, wenn es mir schlecht geht, wenn mich irgendjemand dumm angemacht hat, wenn ich Stress mit irgendjemanden habe, wenn ich mich einfach wieder einmal nicht leiden kann,...
Dann kommt diese Sucht mich ritzen zu müssen, weil ich weiß, dass es mir für diesen Moment dann besser geht..
Man kann es nicht beschreiben, ich brauche es einfach.
Aber ich will es nicht mehr.. ich werde es ab heute versúchen aufzuhören!
Ob ich es schaffen werde? Mal sehen. Aber ich hoffe es!
Hoffentlich kommt dieses mal kein Rückfall wieder...





Mein geliebtes und gehasstes Ritzen, Kratzen, Schlagen und Verbrennen!

Es tut mir sehr leid euch diese Nachricht zu überbringen, das müsst ihr mir glauben. Es tut mir sehr leid, es fällt mir sehr schwer, aber es ist notwendig und eigentlich weiß ich auch, dass es gut ist. Gut für mich.
Ihr habt mich so lange begleitet, ihr habt mich gehalten, ward immer für mich da und ward meine Stütze, wenn ich ganz allein war. Ich weiß es nicht mehr genau, wann haben wir uns kennen gelernt? Vor 6 Jahren? Ich glaube.
Aber es ist jetzt an der Zeit mich von euch zu verabschieden. Ich sage nicht ‚Auf Wiedersehen’. Sondern ich sage ‚Tschüss’. Ihr könnt euch wahrscheinlich gar nicht vorstellen wie schwer mir das fällt. Ihr seid meine Welt, ihr seid ich, ihr seid meine engsten Freunde. Aber ich merke, dass ihr mir nicht gut tut. Eure Freundschaft hat mir sehr viel geholfen, sie hilft mir teilweise auch jetzt noch. Aber ich merke auch wie sie mir schadet und was sie anrichtet. Und so kann es nicht weitergehen. Ihr bestimmt mein Leben, mein Denken, mein Handeln. Aber ich sollte das selbst tun. Und um das zu schaffen, muss ich mich von euch lösen.
Ich kenne euch gut, und ich weiß, dass ihr versuchen werdet mich zu halten, mich nicht gehen zu lassen. Und ich gebe es zu: Ich werde oft daran denken, zu euch zurückzukehren.
Ihr seid mir so vertraut, ihr seid die Einzigen, die gehalten haben was sie versprachen, die Einzigen, die nicht von meiner Seite wichen, niemals. Mein ganzes Leben, meine ganzen Gefühle und Gedanken sind mit euch verbunden. Ich habe euch soviel zu verdanken, denn ihr habt mir in so manchen Momenten sicher mein Leben gerettet, aber ihr habt es auch nach und nach zerstört. Mit jedem Schnitt, mit jedem Kratzer, mit jedem Schlag und mit jeder Verbrennung, mit jeder neuen Wunde und der daraus entstehenden Narbe habt ihr mich zerstört. Ihr habt mich fallen lassen, ohne dass ich es merkte. Ihr habt euer Versprechen gehalten, denn ihr seid niemals gegangen, doch ihr habt mich angelogen, indem ihr sagtet, dass mein Leben durch euch besser wird. Anfangs schien es mir so, doch ich erkannte immer mehr, dass ihr mir schadet, doch da war es schon zu spät.
Ich bin an euch gebunden und dieses Band ist so stark wie kein anderes. Es bedeutet mir soviel und ich weiß nicht wie ich es aushalten soll, wenn das Band durchgeschnitten ist. Denn dann werde ich nicht mehr ich sein, weil ihr den größten Teil von mir mitnehmen werdet. Aber ich werde von neuem anfangen und diesen Teil ersetzen. Mit etwas Positivem, was mein Leben nicht zerstören wird.
Wisst ihr was das für ein Gefühl ist, wenn man sich von etwas trennen muss, das man über alles liebt? Dem man total vertraut? Und das man auch über alles hasst? Wisst ihr wie es ist, wie ich mich dabei fühle? Ich stehe hier ohne Schutz und ohne Halt, ich bin hilflos all meinen Gefühlen, meinen Gedanken, meiner Umwelt und mir ausgeliefert. Ich habe nichts mehr was mir helfen wird so wie ihr es getan habt.
Verdammt, ich vermisse euch jetzt schon so sehr, dass es mir das Herz zerreißt! Ich vermisse euch jetzt schon so sehr und ich weiß nicht wie ich es ohne euch aushalten soll. Ganz ehrlich, ich weiß nicht wie ich das schaffen soll. Denn NIEMAND kann euch ersetzen! NIEMAND kann mir so helfen wie ihr!
Aber ihr seid auch eine derjenigen, die mein Leben über eine so lange Zeit hinweg zerstört haben. Ihr habt mich süchtig werden lassen, habt mich abhängig von euch gemacht. Ihr habt meine Vergangenheit gezeichnet, tut es in der Gegenwart und auch in der Zukunft. Denn die Narben bleiben, es sind so viele, ich habe versucht sie zu zählen, vor zwei Jahren, und da waren es ungefähr 300! Wie viele sind es dann jetzt??? Ich möchte es gar nicht wissen. Ich kann sie nicht zeigen, ich will sie nicht sehen. Aber sie sind ein Teil von mir und so sehr ich sie auch loswerden möchte, würde mir doch etwas fehlen, wenn sie weg wären. Ihr seid daran schuld, an diesem Widerspruch. Ständig diese Angst vor Ablehnung anderer Menschen aufgrund meiner Narben. Ständig diese Scham und dieses ewige Versteckspiel. Ständig diese Lügen. Ich hasse es. Und all das ist jetzt nur so, weil ich euch an mich rangelassen habe.
Es soll nicht noch schlimmer werden. Manchmal denke ich, ich könnte noch bei euch bleiben, weil es ja sowieso nicht noch schlimmer werden kann. Aber das ist falsch. Es kann schlimmer werden, auch wenn es sich für mich oft nicht so anfühlt, weil es jetzt schon schlimm genug ist.
So leid es mir tut, aber ich muss euch aufhalten. Es geht nicht anders. Ich möchte euch nicht abweisen und die Tür vor eurer Nase zuschlagen. Ich möchte nicht sehen und spüren, wie ihr versucht euch an mich zu klammern, damit ich nicht wegrennen kann. Ich möchte nicht sehen wie ihr immer kleiner werdet. Ich möchte nicht, dass ihr geht!!! Doch es muss ein. Es muss sein. Es tut mir so leid!!! Ich kann nicht beschreiben wie schwer mir das fällt. Es ist der reine Horror, es ist die reine Selbstquälerei(hach, wie passend).
Gut(oder auch nicht), ich denke, ich werde nun zum Schluss kommen. Ist wohl besser so. Meine Kraft verlässt mich, es war anstrengend diesen Brief zu schreiben, aber vergesst nicht: Dieser Brief ist ein ernst gemeinter Abschiedsbrief!
Ich fühle mich so schlecht dabei, ich spüre wie ich sterbe, ohne euch. Wie ich mich auflöse. Wie ich mich entferne. Ich wünschte, ihr wärt jetzt bei mir, ein allerletztes Mal. Ich wünschte wir könnten uns ein allerletztes Mal treffen, uns in die Arme nehmen, ganz lange und ganz fest! Aber das ist vorbei. Vorbei.
Ich werde euch sehr vermissen.

[Autor leider Unbekannt]




Keine 4 Tage später:

11 Schnitte. Aber, wen interessierts...

[ 29. Juli 2005 ]


11 Tage ohne! [: